Triggerpunkte sind etwa erbsengroße Zonen im myofascialen Gewebe (Muskel), die auf Druck empfindlich reagieren und als schmerzhafte Stellen wahrgenommen werden. An diesen Punkten kommt es zur Reizung unserer “Schmerzfühler”. Diese Schmerz-Impulse können dazu führen, dass Schmerzen auch in weiter entfernten Regionen des Körpers auftreten. Die Schmerzen strahlen aus: daher der Name “Triggerpunkt” (trigger = engl. Auslöser).
Aktive Triggerpunkte verursachen oft quälende Schmerzen. Diese können sogar mit körperlichen Einschränkungen verbunden sein. Inaktive Triggerpunkte verursachen häufig schmerzlose Bewegungseinschränkungen und Muskelschwäche. Häufig können durch die erhöhte Muskelanspannung im Bereich der Triggerpunkte auch Gelenke und Nerven gereizt werden.
Triggerpunkte werden unmittelbar durch akute Überlastungen, Ermüdung durch Überanstrengung, direktes Trauma, falsche Körperhaltung oder Unterkühlung aktiviert. Indirekt kann ein Triggerpunkt durch Organerkrankungen, Gelenkerkrankungen, emotionalen Stress oder auch durch andere Triggerpunkte aktiviert werden.
Eine große Anzahl von Schmerzen und Beschwerden können durch Triggerpunkte verursacht werden: z.B. Schulterschmerzen, „Frozen Shoulder“, Nackenprobleme, Kopfschmerzen, Migräne, Rückenschmerzen, Lumbago (Hexenschuss), Schwindel, Sehstörungen, Ohrengeräusche (Tinnitus), Zahnschmerzen, Tennisellenbogen, Greifschwäche, steife Finger, …
Das Ziel der Triggerpunktbehandlung (Triggerpunkttherapie) ist die Beseitigung der Triggerpunkte.
Bei der Triggerpunktbehandlung / Triggerpunkttherapie werden die Triggerpunkte im Muskelgewebe ertastet und solange behandelt, bis der Schmerz nachlässt. Nach dem vollständigen Auflösen des Triggerpunktes verschwinden Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und andere Phänomene, die durch diesen Triggerpunkt verursacht wurden.
Nach der Triggerpunkt-Behandlung wird in der Regel die betroffene Muskulatur aufgedehnt und der Patient erhält Tipps für ein Selbstdehnungs-Programm (Stretching). Nach einer Triggerpunkt-Therapie kann ein “Muskelkater” auftreten, der schon bald nachlässt.
